Als ich nach Namibia reiste, hatte ich keine Ahnung, wie viel dieses Land zu bieten hat. Schon bei der Ankunft in Windhoek merkt man, dass es hier ruhig und entspannt zugeht. Die Stadt ist überschaubar, die Strassen sauber, die Menschen freundlich. Es ist ein guter Ort, um anzukommen, den Rhythmus des Landes zu spüren und sich auf das Abenteuer einzustellen.

Ankunft in Windhoek: Letzte Gelegenheit für Proviant
Von Windhoek ging es weiter in die Kalahari-Wüste. Die Weite dort ist überwältigend. Endlose Sandflächen, vereinzelt Büsche und dann das Gefühl, fast allein auf der Welt zu sein. Besonders beeindruckend war die Sundowner-Pirschfahrt. Wir fuhren durch die roten Dünen, die Sonne ging langsam unter und der Himmel färbte sich rot. Währenddessen beobachteten wir Tiere, die am Abend langsam aktiv wurden.

Sossusvlei - Irgendwo im Nirgendwo
Ein weiteres Highlight war Sossusvlei. Die riesigen roten Dünen, die im Sonnenlicht leuchten, wirken fast unwirklich. Man kann hochsteigen und sieht eine Landschaft, die so still und weit ist, dass sie fast surreal wirkt. Ganz in der Nähe liegt das Dead Vlei, mit seinen abgestorbenen Bäumen, die wie schwarze Silhouetten vor dem hellen Sand stehen. Es ist ein Ort, der einem wirklich die Dimensionen von Zeit und Natur vor Augen führt. Man kann stundenlang dort sitzen, den Wind spüren und einfach nur staunen.

Frische Luft schnappen vor dem nächsten Abenteuer
Nach der trockenen Hitze der Wüste fuhren wir nach Swakopmund, einer Küstenstadt mit einem ganz anderen Klima. Die frische Meeresluft, die Cafés und die gemütliche Atmosphäre waren ein schöner Kontrast zu den Wüstenlandschaften. Hier konnte ich ein wenig durchatmen und die Vielfalt Namibias so richtig spüren: Wüste, Meer und kleine Städte auf engem Raum.

Kultur, Menschlichkeit und Begegnungen
Ein besonders berührendes Erlebnis war für mich der Besuch eines Himba-Dorfes. Die Menschen dort leben sehr traditionell, und wir durften ein Stück ihres Alltags kennenlernen. Es war ein Moment, der Respekt und Aufmerksamkeit verlangt. Man merkt schnell, wie unterschiedlich das Leben sein kann und wie stark Kultur und Tradition wirken.
Etosha-Nationalpark - Mitten in der Wildnis
Zum Abschluss unserer Reise stand der Etosha-Nationalpark auf dem Programm. Für mich ist es einfach faszinierend, Tiere in freier Wildbahn zu sehen: Elefanten, Giraffen, Löwen, Zebras. Die Tage dort waren ruhig, man fährt durch die Landschaft, beobachtet und wartet. Jedes Tier, das man entdeckt, ist ein kleines Abenteuer für sich. Es macht einem bewusst, wie gross und vielfältig Namibia ist.
Fazit: Ein Land voller Kontraste
Rückblickend hat mich diese Reise tief beeindruckt. Namibia ist ein Land voller Kontraste: stille Wüsten, tosende Küsten, lebendige Städte und eine reiche Tierwelt. Jeder Ort erzählt seine eigene Geschichte, und man merkt, wie weitläufig, ruhig und ehrlich das Land ist. Ich würde jederzeit wiederkommen, denn es gibt noch so viel zu entdecken.
Themen: Natur, Namibia, Kalahari Wüste, Windhoek, Etosha Nationalpark

